Neben meiner Arbeit als wissenschaftliche Fokuscoach und dem Verfassen komplexer wissenschaftlicher Texte schreibe ich seit vielen Jahren auch literarisch. Als Pseudonymautorin ist das Schreiben für mich ein Raum, in dem sich zwei Welten begegnen: die analytische Präzision der Wissenschaft und die Freiheit der Fantasie.
Literarisches Schreiben ist für mich eine Möglichkeit, Gedanken zu verarbeiten, Erfahrungen zu ordnen und innere Bilder in Sprache zu verwandeln.
In den vergangenen Monaten hat sich jedoch eine neue Frage in meine Schreibpraxis gedrängt – eine Frage, die viele Schreibende beschäftigt:
Was passiert mit unserer eigenen Stimme, wenn KI mitschreibt?
Diese Frage stand im Zentrum eines intensiven Austauschs mit Dr. Hanne Landbeck, Schreibcoach und Leiterin von SchreibWerkBerlin. Gemeinsam haben wir untersucht, wie KI‑Tools wie Copilot oder ChatGPT kreative Prozesse beeinflussen – und welche Verantwortung dabei bei uns Autor:innen bleibt.
Ein Wendepunkt für alle, die Geschichten erzählen
In unseren Gesprächen wurde schnell klar: Wir stehen an einem Punkt, an dem sich das literarische Schreiben verändert.
Nicht, weil KI kreativer wäre als wir – sondern weil sie Prozesse beschleunigt, Varianten eröffnet und Strukturen sichtbar macht, die vorher im Verborgenen lagen.
Gleichzeitig bleibt die Sorge:
Verliere ich meine Stimme wenn ich KI nutze?
Und die Chance:
Kann KI mir helfen, mutiger, klarer oder experimenteller zu schreiben?
Diese Spannung hat uns nicht mehr losgelassen.
Ein Workshop entsteht – aus Neugier, Verantwortung und Lust am Schreiben
Aus diesem gemeinsamen Nachdenken ist ein Workshop entstanden, den Hanne Landbeck und ich gemeinsam konzipiert haben:
Mini‑Workshop: „Literarisch schreiben mit KI – Möglichkeiten und Grenzen“
9. Juni 2025, 18:30–20:00 Uhr (online)
Wir geben Einblicke in Fragen wie:
- Wie verändert KI Schreibprozesse – und wo stößt sie an Grenzen
- Wie stärken Autor:innen ihre eigene Stimme, statt sie zu verwässern
- Wie lassen sich KI‑Texte reflektieren, weiterdenken und literarisch transformieren
- Warum Kreativität immer ein zutiefst menschlicher Akt bleibt
Der Workshop richtet sich an alle, die neugierig sind, wie KI als Werkzeug genutzt werden kann, ohne die eigene Autorschaft aus der Hand zu geben.
Ab September: Eine vertiefende Seminarreihe
Für alle, die tiefer einsteigen möchten, folgt ab September eine Seminarreihe, in der die Teilnehmenden ihr eigenes Romanprojekt entwickeln – mit Raum für Reflexion, Struktur, Experiment und persönliches Wachstum.
Begleitet von Hanne Landbeck und mir entsteht Schritt für Schritt ein Kurzroman, der die Handschrift der Schreibenden trägt.
Anmeldung & Informationen: info[at]schreibwerk-berlin.de oder unter diesem Link: https://www.schreibwerk-berlin.com/produkt/roman-schreiben-mit-ki-mini-workshop-am-09-juni/
Als Wissensmanagerin beschäftige ich mich täglich mit der Frage, wie Menschen Wissen strukturieren, verarbeiten und kreativ nutzen.
KI verändert diese Prozesse – nicht nur im wissenschaftlichen Schreiben, sondern auch in der Literatur.
Für mich ist klar:
KI kann ein kraftvolles Werkzeug sein. Aber die Stimme, die entscheidet, bleibt menschlich.
Dieser Workshop ist für alle, die diese neue Schreiblandschaft neugierig, reflektiert und selbstbewusst betreten möchten.



