Wer seine Bachelorarbeit schreiben will oder soll, hat meist keine klare Vorstellung davon, wie dieser Prozess überhaupt ablaufen soll. Ein Projekt, das sich nicht so leicht einordnen lässt. Ja, vielleicht hast du bereits Hausarbeiten verfasst, aber in vielen Studiengängen ist die Bachelorarbeit die erste wirklich wissenschaftliche Arbeit, die eingereicht werden muss.
Wie kannst du bei der Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit vorgehen?
1. Thema und Forschungsfrage
Ohne präzise Forschungsfrage gibt es keine wissenschaftliche Arbeit. Wenn du eine Bachelorarbeit (das gilt ebenso für Master- und Doktorarbeiten) schreiben möchtest, benötigst du zunächst ein Thema. Meist wird dieses vom betreuenden Wissenschaftler vorgegeben, aber nicht immer. Also: Über welches Thema möchtest du schreiben? Das bedeutet forschen, lesen, studieren und diskutieren.
Aus dem allgemeinen Thema leitet sich die konkrete Fragestellung ab. Du stellst gegebenenfalls Hypothesen auf, die anhand deiner wissenschaftlichen Daten zu bestätigen oder zu verwerfen sind.
Und ja, da ist noch mehr: Jeder Fachbereich hat eigene Vorgaben dazu, was im Rahmen einer Haus-, Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit zu erfüllen ist, wann die Arbeit angemeldet werden muss und wie viel Zeit dir zur Verfügung steht.
Zusammengefasst brauchst du:
- ein Thema
- eine konkrete Forschungsfrage
- ggf. Hypothesen
- einen Fachbereich bzw. Studiengang, in dem du schreibst
- das Wissen, welche Art von Arbeit du einreichst (Hausarbeit, Seminararbeit, Bachelor, Master)
2. Vorgaben deiner Hochschule für formale Korrektheit
Damit die Arbeit formal korrekt ist, musst du die Vorgaben der Universität bzw. des Fachbereichs einhalten. Diese betreffen den Umfang (Seitenzahl), den Zitierstil, weitere Formatvorgaben zur Seitengestaltung, die Sprache und natürlich den Abgabetermin.
- Seitenzahl
- Zitierstil (APA, Vancouver, Harvard, Chicago …)
- Formatvorgaben
- Sprache (Deutsch/Englisch)
- Abgabefrist
3. Literaturrecherche
Hast du bereits Quellen?
Je nachdem, wie dein Zugang zum Forschungsprojekt und zur wissenschaftlichen Arbeit ist, kannst du eventuell schon auf Literatur in Form von Veröffentlichungen, Büchern oder Vorlesungen zurückgreifen. Manchmal muss eine bestimmte Veröffentlichung zwingend zitiert werden, weil sie für das Forschungsfeld grundlegend ist.
Kennst du diese Literaturquellen bereits? Wenn ja, erstelle dir direkt eine Literaturliste – am besten mithilfe eines Literaturverwaltungsprogramms wie z. B. Zotero.
Wenn nein: Mach dich auf die Suche. Nutze wissenschaftliche Datenbanken. Zerlege deine Forschungsfrage in Suchbegriffe. Erstelle eine umfangreiche Literatursammlung.
4. Aufbau der Arbeit
Wissenschaftliche Arbeiten sind in der Regel ähnlich aufgebaut. Manche Forschungsbereiche benennen Gliederungspunkte etwas anders, aber im Kern geht es immer darum darzustellen, was der „Stand der Dinge“ ist und wie du deine Forschung durchführst. Anschließend präsentierst du deine Ergebnisse und diskutierst sie im Bezug zu vorherigen Studien.
- Gliederung
- Einleitung
- Theorieteil
- Methodik (falls empirisch)
- Ergebnisse (falls empirisch)
- Diskussion
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Anhang (falls nötig)
5. Optimierung der Arbeit
Der finale Schliff besteht in der sorgfältigen Optimierung deiner Arbeit.
Stimmt das Layout? Gibt es noch irgendwo Rechtschreibfehler? Entspricht alles den Vorgaben deines Fachbereichs?
Lass gerne ein paar unverbrauchte Augen über den Text schauen. Oft entdeckt man dabei mehr Fehler, als wenn du den Text zum „1000sten“ Mal selbst liest.



